Archiv für den Monat: Februar 2010

CeBIT 2010: Smartphones von Acer, LG, Samsung und Co.

So, jetzt hat die CeBIT-Veranstalterin, die Deutsche Messe AG, das Thema Mobile und Smartphones auch auf dem Radar. Sehr schön! Dafür haben sie sogar einen eigenen Newsletter getextet, der mich gerade erreicht hat. Die Smartphone-Highlights der CeBITs sind sind zwar überschaubar, aber trotzdem lohnenswert. Zumindest aus Sicht eines Mobile-Geeks:

In Halle 4 wird es an den Ständen der Deutschen Telekom und des Distributors Brightpoint das brandneue Samsung Wave S8500 zu sehen sein, das auf Bada-OS basiert, mit einem AMOLED-Display ausgestattet ist und dessen Prozessor mit einem Gigahertz getaktet wird. Das Besondere an Bada ist dessen Netzwerkfähigkeiten: egal, ob Kontakte, Nachrichten oder Termine – sämtliche Daten werden auf dem Wave zusammengeführt und bedient sich dabei diverser Internetportale wie Google, Facebook, Twitter und Co.

Am Brightpoint-Stand gibt es übrigens zwei weitere Android-Smartphones zu sehen: das neue Sony Ericsson Xperia X10 und das kompakte X10 Mini Pro mit ausziehbarer Volltastatur. Na, denen werde ich auch mal einen Besuch abstatten.

HTC zeigt auf einem eigenen Stand in Halle xx seine neuesten Errungenschaften in Sachen Smartphones. Dazu gehören das Legend mit Android-OS, Alugehäuse, AMOLED-Display, 5-Megapixel-Kamera samt Blitz sowie UMTS, Wifi und GPS. Im Inneren des Legend werkelt ein Qualcomm-Prozessor mit 600 MHz. Aber auch die neuen Modelle HTC Desire, HD2, HD mini und  Smart werden es auf dem HTC-Stand wird es zu sehen sein. Wie gut, dass ich mit HTC bereits einen Termin und meine Kamera dabei habe. So kann ich ein paar schöne Bewegtbilder von den neuen mobilen Gadgets auf das Blog stellen.

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Scott Apeland über Intel AppUp, IADP und MeeGo

Vor ziemlich genau einer Woche fand während des Mobile World Congress ein wirklich toller Techtalk mit Steve “Chippy” Paine, Sascha Pallenberg und Scott Apeland von Intel statt. Während dieses lockeren und informativen Gesprächs gab es vor allem für Entwickler mobiler Anwendungen für Netbook & Konsorten eine Menge nützlicher Einblicke, die Scott freizügig gewährte. Zu meinen Glanzlichtern zählen unterer anderem folgende Erkenntnisse:

  • Die Entwicklung des Intel App Stores erforderte ungefähr 100 Tage (und einige Nächte) und es waren rund 75 Leute in das Projekt involviert. Keine schlechte Quote für einen kompletten App Store, oder?!
  • Das zugehörige AppUp-SDK wurden bereits rund 8.000-mal vom Intel-Server abgerufen, was eine wirklich beachtliche Zahl ist. Und das führte innerhalb der ersten 30 Tage nach Veröffentlichung des SDK zu rund 300 Anwendungen, die den Weg zu Intel fanden. Klar, das waren erst mal bereits bestehende Windows-Anwendungen, aber nach und nach kommen auch ganz neue Apps bei Intel an, die den Formfaktor Netbook besser berücksichtigen.
  • Noch in diesem Jahr wird es erste OEM-AppUp Center geben, für die Intel eine Art Framework bereit hält, sodass interessierte Netbook-Hersteller ihren eigenen Netbook-Store auf ihren Geräte vorinstallieren können. Denn nur dann wird der Verkauf von Netbook-Apps auch erfolgreich sein (siehe iPhone).
  • Die installierte Basis an Netbooks macht den Intel AppUp Center so interessant. Derzeit reden wir von rund 50 Millionen verkauften Einheiten, bis Ende des Jahres sollen etwa 100 Millionen Mini-Notebooks den Besitzer gewechselt haben. Das ist für interessierte Entwickler mobiler Anwendungen natürlich eine echte Chance, ganz viele Käufer zu erreichen.
  • Das Gute am kürzlich angekündigten Linux-Derivat MeeGo, das Intel und Nokia gemeinsam verwirklichen wollen, ist dessen Flexibilität: Anstatt für eine Vielzahl von unterschiedlichen Geräten neue Anwendungen entwickeln zu müssen, steht mit MeeGo und der dazu gehörigen Entwicklerumgebung Qt ein einziger Rahmen zur Verfügung, mit dessen Hilfe eine App für mehrere Geräteklassen gleichzeitig programmiert werden kann. Klar, die Besonderheiten des jeweiligen Gadgets müssen berücksichtigt werden, aber die Bibliotheken, Module und andere Teile einer Anwendungen basieren alle auf derselben Basis. Und das spart Entwicklungszeiten und damit richtig Geld.
  • Möglicherweise werden wir noch in diesem Jahr eine Reihe von Events sehen, die sich mit dem Thema MeeGo auseinander setzen. Warum nicht das erste “MeeGo Dev Camp” zum Thema Open-Source-Entwicklung für mobile Endgeräte? Wäre bestimmt sehr interessant.
  • Mit dem Veröffentlichen der nächsten Version von Moblin, nämlich 2.2, wird Intel den Wechsel zu MeeGo vollziehen. Was das für die vielen Moblin-Entwickler inner- und außerhalb von Intel bedeutet, konnte Scott leider nicht sagen. Da muss man wohl abwarten.
  • Die europäische Version des Intel AppUp Center soll innerhalb der nächsten Wochen gelauncht werden. Wenn das mal nix ist!

So, genug der einleitenden Worte, jetzt sollter ihr euch den dreiteiligen Techtalk am besten in Ruhe ansehen. Die ganze Show dauert rund 26 Minuten. Aber jede einzelne Sekunde ist wirklich sehr informativ und gut investierte Zeit. Also, Film ab!

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Umfrage: iPad vor iPhone und vor allem für Leseratten

Man kann ja davon halten, was man will, aber laut einer aktuellen Studie von RBC/ChangeWave, die 3.200 Leute zum Thema iPad-Kaufabsichten befragt haben, werden drei Dinge klar:

1. Rund 13 Prozent aller Befragten gaben an, dass es sehr oder einigermaßen sicher ist, dass sie das iPad kaufen werden, sobald es auf den Markt kommt. Im Vergleich dazu waren es nur neun Prozent, die das allererste iPhone im Jahr 2007 käuflich erwerben wollten. Eine interessante Zahl, wie ich finde. Sollten also all die iPad-Spötter nicht Recht behalten und das iPad wird doch zum “Verkaufsschlager”?

2. Befragt nach ihrer Kaufabsicht und dem damit verbundenen Modell (es gibt ja schließlich sechs davon), gaben jeweils 19 Prozent an (also je 608 Leute), sich entweder das Einsteigermodell für rund 500 Dollar zu holen oder die teuerste Variante mit Wifi, 3G, GPS und 64 GB SSD für 829 Dollar. Sieht also so aus, dass es vorwiegend für stationäre, einfache Zwecke eingesetzt wird oder richtig mobil sein muss, also mit “always on” und sämtliche Daten aufnehmend.

3. Geht es nach dem Willen der Befragten, wird sich das Apple iPad erstens als Internet-Tablet durchsetzen, zweitens zum Abrufen von E-Mails eingesetzt und drittens zum Lesen von E-Books, für das es sich natürlich bestens eignet. Nimmt man den vierten Platz “Digitale Zeitschrift” dazu, sieht über die Hälfte der Probanden das iPad als digitales Lesemedium. Das würde Apple natürlich Recht geben, das iPad genau dort zu positionieren. Schade nur, dass der iBooks Store zunächst nur in den USA verfügbar sein wird.

Quelle: digitaldaily.allthingsd.com

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Das steckt hinter dem Apple-iPad-Prozessor

Als Apple das iPad vorgestellt hat, hab ich mich gefragt, was wohl hinter dem verbauten A4-Prozessor steckt. Da es sich dabei um eine Zwei-Chip-Lösung handelt, hatte ich ja zuerst den Intel Atom-Prozessor im Verdacht. Aber der benötigt viel zu viel Strom. Meine Recherchen ergaben dann, dass es sich bei dem Apple-SoC-Chip um keine „echte“ Eigenentwicklung handelt, wie Steve Jobs in seiner Keynote angab.

Der A4 basiert nämlich auf dem ARM Cortex A9-Prozessor, an dem Apple dank der Firmenübernahme von P.A. Semiconductor, die 2008 für knapp 280 Millionen US-Dollar über die Bühne ging, dann doch irgendwie beteiligt ist. Kein Wunder also, dass sich Apple P.A. Semiconductor einverleibt hat, da der Chiphersteller für besonders stromsparende Prozessoren steht, was angesichts der prognostizierten Zahlen von zehn Akkulaufstunden und einem Monat Stand-by-Zeit bei einer eher geringen Akkuleistung von 25 Watt höchste CPU-Effizienz erfordert.

Im Vergleich dazu liefert beispielsweise der 60-Watt-Akku des MacBook gerade mal sieben Stunden Batterielaufzeit. Die Grafikeinheit des A4-Prozessors ist dank der PowerVR SGX GPU recht leistungsstark, was sich anhand der „Need for Speed“-Demo während der Keynote gut erkennen ließ. Damit werden in Zukunft ganz neue Spiele auf das iPad drängen, was aus dem Apple-Tablet eine prima Spielekonsole macht. Gebaut wird der A4-Prozessor von Samsung, und das auf Basis eines 45-nm-Fertigungsprozesses.

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MWC2010-Fazit: MeeGo, Moblin-Apps und Techtalks

Wie die aufmerksamsten Follower meines Twitter-Streams eventuell mitbekommen haben, weilte ich letzte Woche auf dem weltweit größten Mobile-Event, dem Mobile World Congress, der wie jedes Jahr in Barcelona stattfand. Mal abgesehen vom Wetter der ersten Tage hatte ich eine richtig gute Zeit in der Hauptstadt Kataloniens, was nicht nur an den After-Hour-Parties lag.

Der Montag begann erst mal mit Schlange stehen: Da Intel und Nokia zu einer gemeinsamen Pressekonferenz geladen und die Organisatoren mit einem derartigen Andrang wohl nicht gerechnet hatten, staute sich die PK-lüsterne Meute bis auf die Straße. So war es dann auch nicht besonders erstaunlich, dass ich keinen Zutritt in den großen Saal fand. War aber auch nicht so tragisch, da sie immerhin eine große Leinwand aufgehängt hatten, auf der man das Geschehen gut verfolgen konnte.

Besonders interessant war aus meiner Sicht als Intel-Techblogger die große Neuigkeit, die Intel und Nokia zu verkünden hatten. Und was dabei heraus kam, war schon ziemlich bedeutend, zumindest für die Entwicklerclique dieser Welt: Nokias mobile Linux-Plattform Maemo und Intels Linux-Derivat für mobile Geräte, Moblin, verschmelzen sehr bald (es ist von Q2-2010 die Rede) zu einer gemeinsamen Plattform, die es in Zukunft ermöglichen soll, Aps für mobile Geräte der unterschiedlichsten Couleur zu entwickeln, und das optimalerweise nur einmal. Das Motto dazu lautet: “Develop once, distribute multiple!”. Mal sehen, wie sich das in der Realität verhalten wird. Ach ja, das neue mobile Linux wird MeeGo heißen und unter der Oberaufsicht der Linux Foundation stehen.

Nach der erfolgreichen Bloggerei und Twitterei vom MeeGo-Event ging es dann zurück an den Intel-Stand, der sich in Halle 7 befand und interessierten Entwicklern und Besuchern die Möglichkeit bot, mehr über Netbooks, zugehörigen Moblin-Apps, den Intel-eigenen Appstore und das Intel Atom Developer Program zu erfahren. Dass hierfür ein gutes Dutzend Software-Entwickler wechselweise am Stand waren, erwies sich als sehr hilf- und lehrreich.

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