Archiv für den Monat: November 2009

Video Talk: Was Linux-Entwickler von Moblin haben

Zugegeben, das mobiledevcamp in München ist schon wieder ein paar Tage her, aber es ist seitdem viel passiert und daher präsentiere ich erst heute unser Videointerview, das wir mit Fritz Gerneth und Marcel Wagner von Intel am Rande der Konferenz gedreht haben.

Während der fast zehn Minuten kann man als (angehender) Moblin-Entwickler lernen, dass …

  • Moblin natürlich ein Open-Source-Projekt ist und vor allem von OSVs (Operating System Vendor) eingesetzt werden wird.
  • man bereits ein Netbook kaufen kann, auf dem Moblin respektive Ubuntu läuft.
  • Windows 7 auf Netbooks ganz gut aussieht, auf MIDs oder Smartphones sicherlich nicht (und hier kommt dann zum Beispiel Moblin zum Einsatz).
  • es für jeden Formfaktor der kleinen Internetgeräte verschiedene Bedieneroberflächen gibt, je nach Größe des integrierten Bildschirms.
  • es vor allem in Taiwan bereits große Aktivitäten in Sachen moblin-basierte Software-Entwicklung gibt (wenn wundert’s!).
  • es möglich ist, mit dem “Grafikprogramm” Clutter ansprechende Bedieneroberflächen zu “bauen”, was auch bei Netbooks (und anderen kleinen Geräten) von enormer Wichtigkeit ist.
  • sich mit Moblin plattformübergreifende Software-Entwicklung realisieren lässt.

Ach ja: In dem Video ist noch von Moblin 2.0 als aktueller Version die Rede. Mittlerweile wurde die Release 2.1 vorgestellt.

Und jetzt: Film ab!

Intel-Netbook-Wettbewerb geht in die Verlängerung

Beim Besuch der IADP-Webseite fiel mir gerade auf, dass sich die Bedingungen rund um die Intel Atom Developer Challenge ein wenig geändert haben. Daher gibt es an dieser Stelle noch mal die wichtigsten Fakten zum Mitschreiben:

  • Unverändert gibt es für die ersten 100 eingereichten Netbook-Apps je ein Netbook zu gewinnen. Diese Anwendungen können aus folgenden Bereichen stammen: Home/Lifestyle, Unterhaltung, Bildung/Wissen, Tools/Sicherheit und Spiele. Neu ist allerdings der Abgabetermin: Software-Entwickler können noch bis zum 2. Februar 2010 ihre Netbook-Apps einreichen. Hierfür ist übrigens die Beta-Version des Intel Atom Developer Program SDK notwendig, das noch im Dezember fertig sein soll. Bis dahin könnt ihr euch mit der Alpha-Version des SDK behelfen. Achtet aber unbedingt darauf, die Netbook-App mit dem Beta-SDK erneut zu kompilieren.
  • Aber nicht nur komplette Apps werden mit einem Netbook belohnt, sondern auch einzelne Software-Komponenten, die sich in anderen Programmen wiederverwerten lassen. Denn auch das wird Bestandteil des Intel App Stores sein, in dem nicht nur Endanwender neue Apps für ihr Netbook finden können, sondern auch Software-Entwickler zur Verfügung gestellte Module, die sich in eigenen Projekten einsetzen lassen. Und davon haben dann beide Seiten etwas. Besonders pfiffige Komponenten werden übrigens jede Woche mit einem Preis belohnt.
  • In den drei Kategorien “Best of Games”, “Best of Entertainment” und “Best of Education” werden darüber hinaus wertvolle Preise für die überzeugendsten Netbook-Anwendungen ihrer Kategorie ausgelobt (Intel nennt diese “Ultimate Breakthrough Apps”). Neu daran ist, dass diese Hauptgewinner nicht auf der CES 2010 vorgestellt werden, sondern auf der Games Developer Conference 2010, die vom 9. bis 13. März 2010 in San Francisco stattfindet. So eine Preisverleihung passt ja auch viel besser auf eine Entwicklerkonferenz als auf eine Consumer Show.

Intel Atom Developer Program geht in die nächste Phase

Ich komme gerade aus einer Telefonkonferenz mit Intel, in der es um die nächste Phase des Intel Atom Developer Program (IADP) ging. Im Wesentlichen drehte es sich um Folgendes:

Ab sofort steht eine Alpha-Version des IADP Software Development Kit (SDK) zur Verfügung, das zunächst C und C++ unter Windows und C unter Moblin unterstützt. Für künftige Versionen des SDK sind natürlich weitere Runtimes vorgesehen.

Das Alpha-SDK umfasst: Autorisierung, Crash Reporting und eine Emulationssoftware, mit der sich der künftige Consumer-App-Store emulieren lässt. Damit die Entwickler überprüfen können, wie ihre Software im App Store einmal aussehen wird. Mit dem Alpha-SDK können Entwickler ihre Netbook-Apps testen und debuggen, und sobald die Betaversion des SDK im Laufe des nächsten Monats vorliegt, können die Anwendungen in den vorläufigen Store übertragen werden. Damit können teilnehmende Programmierer bereits in den Genuss erster Einnahmen kommen, sobald der App Store eröffnet sein wird.

Für alle, die lieber gucken als lesen, steht ein Video zur Verfügung, das das SDK erläutert.  Dort kann man sich auch für das IADP registrieren und das Alpha-SDK auf seinen Rechner laden, um es dort zu installieren. Für alle ungeklärten Fragen hat Intel dem IADP ein eigenes Forum spendiert, in dem Intel-Spezialisten mit ihrem Wissen zur Verfügung stehen. BTW: Hiier auf der TechEd Europe 2009 könnt ihr euch in Halle 4.2 am Intel Stand V1/V2 auch für das IADP anmelden. Dann gibt’s sogar ein schickes T-Shirt mit der Aufschrift “Legends Wanted” dazu.

Ich will in dem Zusammenhang nochmals an die Intel Atom Developer Challenge erinnern, die besonders kreative und fleißige Entwickler sucht, die ihre eigene Vision einer Netbook-App realisieren. Das Tolle dabei: Die ersten 100 lauffähigen Anwendungen werden mit einem brandneuen Netbook prämiert, und die Entwickler der besten Ideen und Apps werden von Intel nach San Francisco auf die Games Developer Conference eingeladen, wo ihre Netbook-Programme vorgestellt und ausgezeichnet werden.

Ach ja: Falls ihr zur Twitter-Gilde zählt, solltet ihr dem IADP-Twitterstream folgen. Dann seid ihr stets auf dem Laufenden.

Fazit: Der Intel App Store kommt in großen Schritten auf uns zu, der es vor allem kleineren Software-Entwicklern ermöglichen wird, Netbook-Apps gegen Geld im Intel App Store zu verkaufen. Dafür gegben sie 30 Prozent ihrer Einnahmen an Intel ab, die dafür wiederum Marketing für den Store betreiben, ein Bewertungssystem implementieren und viele andere Dinge mehr.

Rückblick: Das war das mobildevcamp Munich 2009

Sodala, jetzt ist zwar schon eine Woche vergangen seit dem mobiledevcamp Munich 2009, aber ich musste erst mal alles sacken lassen, Infos sichten, mit Leuten reden, …. Kurz gesagt: Heute folgt die ultimative Abrechnung mit unserem Barcamp, auf das wir Software-Entwickler eingeladen hatten, die bevorzugt mobile Anwendungen konzipieren und programmieren.

Um das Fazit vorweg zu nehmen: Die Veranstaltung hat ganz vielen Leuten (ca. 80) ganz viel Spaß gemacht (zumindest war die Feedback-Runde am Ende des Barcamp derart euphorisch, dass ich schon dachte, wir könnten alles richtig gemacht haben). Kritik gab es einzig an der Dauer des mobiledevcamp: Der ein oder andere hätte seinen Sonntag gerne für eine Zugabe spendiert. Na, mal sehen, vielleicht das nächste Mal.

Ansonsten hatten wir viele tolle Sessions, auf denen es unter anderem um Netbooks und den geplanten Intel App Store ging (in Kombination mit dem Intel Atom Developer Program, natürlich). So war beispielsweise Fritz’ Session sehr gut besucht. Sein Vortrag handelte von Moblin und was das für Netbooks, MIDs und Co. bedeutet. Und natürlich für Intel. Darüber hinaus wurde eine Menge über Android diskutiert und über die Trends im mobilen Markt (die in unnachahmlicher Art von Flo gehalten wurde).

Unsere mit Spannung erwartete Killerapp-Session fand übrigens auch statt. Ich hatte ja im Vorfeld dieses Contests so meine Bedenken, ob wir überhaupt mehr als drei Leute zusammen bekommen. Un dann waren es tatsächlich 13 Interessierte, die in rund 60 Sekunden (handgestoppt!) ihre Ideen vortrugen. Und bei aller Bescheidenheit: das kam richtig gut an (wie auch die zwei Netbooks, die wir mithilfe unseres Sponsors Asus verlost haben). Sämtliche Kurzvorträge könnt ihr übrigens auf netbooknews sehen.

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