Archiv für den Monat: Oktober 2009

Was auf einem Netbook alles drauf sein sollte

Zweimal werden wir noch wach … Dann ist zwar nicht Weihnachten, aber so ähnlich. Denn am Samstag treffen sich im schönen Feldkirchen bei München rund 80 Enthusiasten, um sich ganz barcamp-mäßig mit den Trends, Plattformen und Vermarktungsmöglichkeiten der Software-Entwicklung für mobile Apps zu beschäftigen. Dabei geht es auch um Netbooks, die uns schon eine ganze Weile beschäftigen und weiterhin beschäftigen werden.

Aus diesem Grund haben wir ja auch zu unseren Killerapp-Wettbewerb aufgerufen. Da das Feedback bisher nicht so ganz berauschend ist, haben wir uns heute zusammen gesetzt und ein wenig Brainstorm betrieben. Und das ist dabei herausgekommen.

Suite-Anwendungen scheinen für ein Netbook geradezu prädestiniert zu sein. Schließlich ist auf einem 10-Zoll-Bildschirm genug Platz vorhanden, um sämtliche Streams seiner bevorzugten Social-Media-Dienste wie Twitter, Facebook und Co. unter einer Benutzeroberfläche darzustellen.

Digitales Fernsehen ist natürlich auch eine prima Anwendung für die kleinen Mobilrechner. Allerdings müssen wir hierfür noch auf Netbooks warten, die mit eingebautem TV-Tuner aufwarten. Denn ein DVB-T-Stick am USB-Port ist nicht wirklich das, was man unter kompakt versteht.

Unter dem Schlagwort Location Based Services ließen sich auch ganz tolle Dinge realisieren. Wo steigt heute Abend die coolste Party? Die passende App sagt es mir. Wo halten sich meine Freunde gerade auf? Auch das erfahre ich dank eingebautem GPS-Chip und Wifi-Verbindung.

Die Social-Media-Suite hatte ich ja schon erwähnt, aber weitere dieser Komplettapps wäre auch denkbar: Eine App für alle Multimedia-Inhalte, egal ob Off- oder Online. Also sämtliche Bilder, Videos und Musikstücke von der Festplatte des Netbooks und der eigene Online-Bestand auf Flickr, Youtube und Last.fm – und das unter einer gemeinsamen Oberfläche. Das ließe sich aber auch beispielsweise auf Chatanwendungen wie Skype, ICQ, MSN und andere ausdehnen.

Es geht aber auch ganz bodenständig: Wie wäre es zum Beispiel mit einer “digitalen Dunkelkammer”. Man schießt unterwegs Bilder, lädt diese direkt aufs Netbooks, bearbeitet sie und schiebt sie via UMTS oder Wifi auf Facebook, Twitpic, Flickr und Co. Und mit einem Touchscreen-Book wie dem Asus Eee PC T91 gelingt das alles mit wenigen Fingertipps.

Ihr sehr also, die Möglichkeiten sind vielfältig. Man muss einfach nur überlegen, was man in Zukunft mit einem Netbook dank UMTS, GPS, Touchscreen, Bewegungssensoren und anderen technischen Errungenschaften realisieren kann. So, und nun seid ihr an der Reihe. Kommt am Samstag (31.10.) auf das mobiledevcamp nach Feldkirchen (bei München) und erzählt uns von eurer Netbook-Killerapp. Wir freuen uns schon drauf! Und ihr euch über das Netbook, falls ihr eins gewinnt, oder?!

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MDC09: Alle wichtigen Fakten auf einen Blick

Sodala, der Countdown läuft für das mobiledevcamp munich 2009 (#mdc09): In zweieinhalb Tagen oder etwa 65 Stunden finden sich Software-Entwickler mobiler Geräte in Feldkirchen bei München in den heiligen Hallen Intels ein, um einen ganzen Tag lang über Trends und Potenziale des mobilen Marktes zu reden, mögliche Anwendungen zu diskutieren und die Frage zu beantworten, wie sich das Ganze monetarisieren lässt.

Bislang haben sich rund 70 Leute angemeldet, bei 100 machen wir die Liste dicht. Wer sich also für das #mdc09 ernsthaft interessiert, sollte die Gelegenheit nutzen und sich am besten jetzt gleich per Mausklick für das Barcamp anmelden. Es gibt schließlich gute Gründe:

  • Inhaltlich wird’s äußerst spannend. Laut Session-Liste gibt es Vorträge zu folgenden Themen: Moblin samt der passenden und aktuellen Geräte, Killerapps für Netbooks, Software-Entwicklung mit Clutter, mobile Trends, Android-Entwicklung, Daisho und einige mehr. Falls ihr auf dem #mdc09 vorbeikommen wollt, könnt ihr eure Vorschläge gerne vorab einreichen. Und für alle, die noch nie auf einem Barcamp waren, sei gesagt: Den eigentlichen Session-Plan legen wir alle gemeinsam erst Samstagmorgen fest. Wer also etwas zu sagen hat, komme nach Feldkirchen und rede. Ok, einige Sessions stehen bereits fest. Aber der Rest ergibt sich sehr basisdemokratisch.
  • Wir verlosen insgesamt vier Netbooks, die einerseits von unserem Sponsor Asus kommen und andererseits von Intel selbst (dem Hauptsponsor des Barcamps). Wer einen dieser schicken Mobilrechner am Ende der Veranstaltung sein Eigen nennen will, sollte entweder kreativ werden oder auf Teufel komm raus über das mobiledevcamp bloggen. Am besten setzt ihr einen Trackback auf diesen Blogeintrag. Dann können wir eure Beiträge besser verfolgen. Darüber hinaus verlosen wir weitere schöne Dinge wie Netbook-Taschen unseres Sponsors Belkin sowie Entwicklerbücher, die uns Open Source Press zur Verfügung gestellt hat.
  • Asus stellt neben den zwei Netbooks für die Verlosung auch drei Demo-Geräte zur Verfügung, mit denen ihr ein wenig herumspielen könnt. Außerdem bringt Steve “Chippy” Paine von Umpcportal.com ein paar MIDs und andere Gadgets mit, die er in seiner Session herumreichen wird. Damit ihr auch mal solch ein mobiles Internetgerät in den Händen halten könnt.
  • Für das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt. Das betrifft sowohl den mdc09-Tag mit diversen Leckereien der tollen Intel-Kantine (danke, Bartl!) als auch die Abendveranstaltung, die im Fliegerbräu zu Feldkirchen stattfindet. Dort könnt ihr auf Intel-Kosten trinken und euch an den Brotzeitbrettern laben, die unser Sponsor M-Days zur Verfügung stellt. Außerdem gibt es dort auch die Netbooks und Taschen, die wir zu verlosen haben.

Also, worauf wartet ihr noch? Es gibt noch freie Plätze, die allerdings ganz schnell weg sein können. Daher sollte ihr den Mauszeiger exakt auf diesen Link platzieren und die linke Maustaste drücken, um zur Anmeldung zu gelangen. Wir sehen uns! Und zwar am Samstag von 9 bis 18 Uhr bei Intel in Feldkirchen bei München.

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Interview mit Martin Mohring von der Linux Foundation

Ich habe gestern für das Software Dev Blog ein wirklich interessantes Interview mit Martin Mohring geführt. Dem ein oder anderen linux-affinen Leser des IT-techBLOG wird der Name bestimmt bekannt vorkommen. Mohring sitzt in der Linux Foundation und ist dort für technische Weiterentwicklungen zuständig. Er ist gerade unter anderem dabei, die Upstream-Prozesse zu vereinheitlichen, um in Zukunft neue Linux-Releases noch geschmeidiger zu machen. Dabei geht es auch um das Thema Lifecycle Management.

In dem ausführlichen Interview erzählt Mohring aber auch eine ganze Menge über Netbooks und MIDs und warum Linux auf diesen tragbaren Geräten in Zukunft eine größere Rolle spielen werden. Ein schönes Zitat dazu lautet:

Linux ist so universell wie Windows, hat aber eine breitere Hardware-Unterstützung, die Entwickler können sich freier bewegen und es steckt eine Menge Know-how drin.

Aber auch über die künftige Rechenleistung von Netbooks und vor allem MIDs spricht Mohring sehr enthusiastisch. Und er muss es schließlich wissen: Er arbeitet seit Mitte der 1990er Jahre an Embedded Systemen, und das sehr erfolgreich.

Das ganze Interview findet ihr auf dem Software Dev Blog.

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MDC09: Videoclips rund um das Intel Atom Developer Program

So, ihr lieben Leute, das Mobiledevcamp Munich 2009 kommt in großen Schritten auf uns zu, und ein Teil des Barcamps wird aus dedizierten Sessions bestehen, die sich mit Intel-Entwickler-Themen beschäftigen. Dazu gehören auch Infos zum brandneuen Intel Atom Developer Program (IADP), das sich an Software-Entwickler richtet, die mobile Anwendungen für Netbooks, MIDs und Co. programmieren wollen.

Zu dem Thema habe ich ja schon eine ganze Menge auf diesem Sender erzählt. Heute aber sollen mal ein paar andere Leute zu Wort kommen, die dazu auch etwas zu sagen haben. Und das sehr modern, nämlich in Form von kurzen Videoclips. Viel Spaß dabei!

  • Den Anfang macht Bill Pearson, der einen Teil des Intel Software Network zu verantworten hat und sich derzeit hauptsächlich mit dem IADP beschäftigt. Video ab.
  • Natürlich kommt auch unser lieber Kollege Sascha Pallenberg zu Wort, der so viel zum Thema Netbooks und IADP zu erzählen hat. Sascha kann zwar leider nicht auf dem Mobiledevcamp dabei sein, wird aber von Roland Quandt bestens vertreten. Video ab.
  • Für alle, die es noch nicht gehört haben sollten: Intel verspricht den ersten hundert Software-Entwicklern, die eine lauffähige Netbook-App einreichen, ein schickes Netbook. Und die allerschicksten Applikationen werden auf der CES 2010 vorgestellt, auf die die zugehörigen Programmierer natürlich eingeladen werden. Video ab.
  • So, wer jetzt dem IADP beitreten will, dem sei folgendes Video empfohlen. In genau 2:45 Minuten lernt ihr alles über das Programm, was sich dahinter verbirgt und was man als Software-Entwickler davon hat. Video ab.
  • Zum Schluss habe ich noch ein echtes Schmankerl (bay. für Leckerbissen) für euch. Sascha Pallenberg und Steve “Chippy” Paine (der übrigens auch auf dem Mobiledevcamp sein wird) geben sehr launig ihre Sicht der Dinge hinsichtlich der Frage “Netbook oder MID?” wieder. Sehr lohnenswert, sehr lehrreich, sehr unterhaltsam. Video ab.
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Wie Linux-Entwickler von Netbooks und MIDs profitieren

Heute Morgen hatte ich die Gelegenheit, mit Martin Mohring ein Telefoninterview zu führen. Mohring ist seit kurzem einer der führenden technischen Köpfe der Linux Foundation und wird am kommenden Samstag auf dem Mobiledevcamp eine Techsession zum Thema OBS halten. Um die Neugier schon mal ein wenig anzuheizen, habe ich Mohring ein paar schlaue Fragen gestellt.

Herr Mohring, was machen Sie eigentlich den ganzen Tag?
Martin Mohring: Wir entwickeln bereits seit 1994 Embedded-Systeme, die auf Linux basieren. Damals war es das Thema Digitales Fernsehen, und zwar in Form der D-Box sowie der zugehörigen Verschlüsselung, die wir im Auftrag der Kirch Gruppe entwickelt haben. Mittlerweile nennen wir uns 5e DataSoft und beschäftigen uns mit linux-basierten Anwendungen, speziell für den mobilen und multimedialen Einsatz. So kümmern wir uns um den openSUSE Build Service (OBS), den wir permanent verbessern. Dabei entwickelt sich OBS immer mehr in Richtung Lifecyle Management. Den praktischen Einsatz von OBS werde ich ja am Samstag auf dem Mobiledevcamp zeigen.

Wir sind aber auch nach wie vor am Thema digitales Fernsehen dran, und das natürlich auch für Embedded-Systeme von Intel, und zwar von Sodaville bis Moorestown. Wir haben nämlich früh erkannt, dass sich die SoC-Komponenten (System-on-a-Chip) sehr gut für Multimedia eignen, und brachten auf einem frühen System openSUSE zum Laufen, was nicht nur Intel überrascht hat. Damit bekommt der Anwender in Zukunft eine Plattform für 3D, HDTV, Telefonie und andere schöne Dinge.

Was machen Sie bei der Linux Foundation?
Mohring: Ich bin für die Linux Foundation im operativen Bereich unterwegs. In dieser Rolle bin ich für das Engineering zuständig. Im ersten Projekt bauen wir ein Build Service für das Linux Developer Network auf, damit in Zukunft zenral verwaltete Upstream-Entwicklungen möglich sind. Hierbei geht es um den Major Sourcecode, den andere Entwickler und Distributoren verwenden.

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