Archiv für den Monat: August 2009

Wichtige Features von Mac OS X 10.6 auf einen Blick

Ab sofort für 29 Euro zu haben: Mac OS X 10.6 alias Snow LeopardDas schöne am Leben eines freien Journalisten ist seine Unabhängigkeit. Ok, die kann manchmal auch ziemlich nerven, aber gerade an solchen Tagen wie dem heutigen danke ich allen, die daran beteiligt sind und waren, dass ich niemands Angestellter bin.

Ich schreibe diese Zeilen nämlich in einem großen Münchner Biergarten, der vis-á-vis des Apple-Deutschland-Büros liegt. Die Mac-Leute haben heute einer ausgewählten Schar von IT-Journalisten ihre sechste Version des Betriebssystems mit dem X drin vorgestellt. Und obwohl es kein “Major Release” ist (was man schon am äußerst günstigen Preis von 29 Euro sieht), sind die neuen Feature recht beachtlich. Vor allem deshalb, weil Snow Leopard die verkaufte Basis ans Apple-Rechnern wohl deutlich erhöhen dürfte. Und dann entpuppt sich der günstige Preis als kluger Schachzug.

Schachzug #1: Ab sofort sind die Macs ein gutes Stück Business-tauglicher, da Snow Leopard Microsoft Exchange unterstützt. Die Apple-Rechner verlassen endlich ihre einsame Insel und wenden sich der großen , weiten Welt zu. Hallo, Windows! Damit lässt sich der eigene Exchange-Account in Apple Mail integrieren, und dann empfängt man nicht nur Windows-Mails, sondern hat auch Zugriff auf gemeinsame Adressdaten und firmenübergreifende Termine. Damit steht der Meeting-Planung mit mehreren Leuten nichts mehr im Wege.

Ach ja: Man muss in Apple Mail keine Verbindung mithilfe irgendwelcher Parametern mit dem Exchange-Server herstellen. Einfach nur neues Konto erstellen, Exchange-Mailadresse und Kennwort eingeben – fertig. Den Server findet der Mac nämlich von ganz alleine.

Schachzug #2: Zum ersten Mal werden nur noch die Intel-CPU-Macs unterstützt. Das bedeutet natürlich für alle G4- und G5-Anwender: entweder einen neuen Apple-Rechner kaufen oder auf Snow Leopard verzichten. Und gerade mit den neuen Features “Exchange” und “64 Bit” ist das für Business- und Power-User eine schwerwiegende Entscheidung.

Aber auch unter der Haube hat Apple ganz schön gewerkelt. Das betrifft vor allem den vollständigen Umstieg  von 32 auf 64 Bit. Abgesehen vom physikalischen Adressraum, der jetzt 16 Milliarden Gigabyte umfasst, starten und laufen 64-Bit-Anwendungen deutlich schneller. Und Apple hat natürlich all seine Programm bereits angepasst. Da kann man nur drauf hoffen, dass die anderen Software-Anbieter das auch bald tun. Nicht, dass der schöne Mac mit Snow Leopard unnötig ausgebremst wird.

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