Heute erreichte mich eine Pressemeldung des Drahtlosspezialisten Parrot, die eher an die Promotion eines Gedichtbandes erinnerte als an ein Stück kalter Technik.
Denn die Rede ist eigentlich “nur” von neuen Standlautsprechern, die sich Parrot vom französischen Designer Phillippe Starck entwickeln ließ. Und dieser darf in der Presseinfo folgende Sätze sprechen:
Unser Design war mehr darauf ausgerichtet, die Luft vibrieren zu lassen. Die Vibration fühlt sich tatsächlich dreidimensional an, d.h. die Luft ist greifbar, von fast menschlicher Präsenz, wie ein Parfüm.
Wow! Wie ein Parfüm! Nun, neben dieser Poesie gibt es auch eine Technik, die einiges verspricht (und hoffentlich alles hält). Als Klangquelle kann ein iPhone oder iPod dienen, indem man die Apple-Gadgets in den Sockel des Hauptlautsprechers steckt. Zur Steuerung liegt eine Fernbedienung bei. Aber auch andere Handys nehmen drahtlosen Musikkontakt mit den Lautsprechern auf, falls das Mobiltelefon das Stereoprotokoll A2DP beherrscht (was das iPhone leider immer noch nicht tut).
Dritte Variante: Per Drahtlosverbindung (Wifi) transferiert man Musikstücke vom PC oder Mac auf die Lautsprecher. Wie dies geschieht, verriet die Pressemeldung leider nicht, vermutlich der Poesie wegen. Wir werden es aber wagen und nachfragen.
Der eigentliche Clou der Parrot-Lautsprecher ist aber der Rundumgklang, der mithilfe der Parrot-eigenen NTX-Technik produziert wird. Zu diesem Zweck werden winzige Membranen verbaut, die kleinflächige Vibrationen auf der gesamten Oberfläche erzeugen sollen. Es spielt also keine Rolle mehr, ob man vor oder hinter den Lautsprechern sitzt – der Sound hört sich immer gleich gut an. Zudem wurde ein spezielles Schallloch integriert, das für die optimale Basswiedergabe sorgen soll.
Bei soviel Superlativen darf der Preis natürlich nicht hinten anstehen: 1.000 Euro soll das Lautsprecherpaar kosten und noch in diesem Frühjahr erhältlich sein. Und das (vor)letzte Wort hat natürlich Meister Starck persönlich:
Diese Lautsprecher sind dank ihrer technischen Eigenschaften, aber auch aufgrund ihrer minimalistischen Ausführung durch und durch modern. Die Lautsprecher bieten die extremste und beste Technologie, verpackt in einem Mindestmaß an Material, um maximale Wirkung zu erzielen: Das ist die Magie.
Wie gesagt: die pure Poesie!


Ich mochte die Standard-Ohrhörer, die iPod und Co. beiliegen, noch nie. Der Tragekomfort ist ziemlich mies, außerdem sind meine Ohrmuscheln einfach zu klein. Folge: Für den mobilen Einsatz sind die Dinger für mich gänzlich ungeeignet, da sie nach kürzester Zeit den Abgang machen, sprich aus meinem Ohr rutschen. Und die Basswiedergabe ist meist nicht vorhanden (oder kaum ausgeprägt).
Seit mehr als 48 Stunden läuft jetzt
Gestern habe ich ein wenig euphorisch