Archiv für Februar, 2008
US-Import eines MacBook Pro lohnt sich nicht
Verfasst von Michael Hülskötter unter Apple, Mobile am 29. Februar 2008
Immer wieder hören wir dieselbe Frage: Lohnt es sich MacBook Pro und Co. in den USA zu kaufen – des günstigen Wechselkurses wegen. Das haben unsere Recherchen ergeben:
Notebooks, PDAs und Handys für den privaten Gebrauch unterliegen beim US-Import keiner Besteuerung durch den Zoll, wie man gut auf deren Webseite nachlesen kann. Falls man das MacBook Pro selbst in den USA kauft oder kaufen lässt, ist eine ordentliche Rechnung empfehlenswert. Was man aber zahlt ist die sogenannte Einfuhrumsatzsteuer auf das Notebook, die der hiesigen Umsatzsteuer entspricht, also 19 Prozent. Vergessen sollte man darüber hinaus nicht die Salestax, die in den USA für jedes Produkt erhoben wird. Der prozentuale Aufschlag hierfür variiert von US-Bundesstaat zu Bundesstaat. Das beginnt bei 2,9 Prozent (Colorado) und geht rauf bis zu 7,25 Prozent in Kalifornien.
MacBook (Pro): Mehr Speed und Speicher für weniger Geld
Verfasst von Michael Hülskötter unter Apple, Mobile am 26. Februar 2008
Also doch: Sowohl MacBook als auch MacBook Pro wurden einer Generalüberholung unterzogen. Die Fakten:
Das MacBook gibt es jetzt mit 2,1 und 2,4 GHz (anstatt 2,0 und 2,2 GHz). Zudem hat Apple endlich den Arbeitsspeicher für das mittlere und Highend-Modell erhöht und stattet die Rechner jetzt mit 2 GByte aus. Zeit wird’s! Ebenfalls erhöht wurde die Speicherkapazität der Festplatten: Mit 120, 160 und 250 GByte gibt es deutlich mehr Platte (80, 120, 160 GB). Und das für weniger Geld, da die drei MacBook-Modelle für 999, 1199 und 1399 Euro bei Apple zu haben sind. Laut Store-Seite bereits am nächsten Tag. Ärgerlich ist nur, dass im Einsteiger-MacBook nach wie vor ein Combo-Laufwerk für das Brennen von CDs und Abspielen von DVDs zuständig ist. Wann verabschiedet sich Apple endlich von diesem Dinosaurier?!
Die drei MacBook Pro-Geräte haben sich ebenfalls weiterentwickelt: Anstatt der vormaligen 2,2 und 2,4 GHz werden die Core 2 Duo Prozessoren jetzt mit 2,4 (Einsteigermodell) und 2,5 GHz getaktet. Das Highend-Modell lässt sich übrigens für einen Aufpreis von 220 Euro auf 2,6 GHz beschleunigen. Auch neu: Die deutlich größeren SATA-Festplatten mit 200 und 250 GByte (vormals 120 und 160 GB). In Zeiten datenintensiver Anwendungen und fallenden Plattenpreise eine gute Entscheidung. Die Grafikkarten kommen immer noch von Nvidia und heißen Geforce 8600M GT mit 256 resp. 512 MByte dediziertem Videospeicher.
Sämtliche Macbook-Pro-Modelle sind ab sofort mit einem Multitouch-Trackpad ausgestattet, mit dessen Hilfe sich beispielsweise Bildbearbeitungsprogramme steuern lassen. Zoomen Sie in Zukunft mit dem Touchpad und Ihren Fingern in ein Bild hinein. Auch beim MacBook Pro haben sich die Preise verschlankt: Anstatt 1.899 Euro will Apple für das Einsteigermodell nur noch 1.799 Euro, für die mittlere und leistungsstärkste Variante müssen Sie 2.199 Euro bzw. 2.499 Euro hinlegen. Vorher waren es 2.399 resp. 2.699 Euro. Wie schön, Apple…
Weniger schön ist übrigens, dass die Apple Fernbedienung ab sofort nur noch gegen Aufpreis von 19 Euro zu haben ist. Warum nur, Apple?!
EyeTV-Update unterstützt Terratec-Receiver
Verfasst von Michael Hülskötter unter Apple am 22. Februar 2008
Erst am Dienstag saß ich mit Terratec und ein paar Kollegen beisammen und habe mich positiv darüber geäußert, dass Terratec einer der wenigen PC-affinen Hersteller ist, die EyeTV von Elgato unterstützen. Tja, und heute morgen finde ich eine E-Mail in meiner Inbox, dass nach der Installation des ersten Updates 3.0.1 der TV-Software von Elgato auch der DVB-T-Stick Cinergy Hybrid T USB XS FM von Terratec mit EyeTV 3 unter Mac OS X eingesetzt werden kann.
Darüber hinaus wurden diverse Bugs aus der Software entfernt und es lassen sich nun auch intelligente EPG-Listen erstellen, womit sich Aufnahmen auf einen bestimmten oder auch mehrere Tage pro Woche begrenzen lassen. Ein weiteres neues Feature von EyeTV 3.0.1 ist der Import von EPG-Daten, die im XML-Format vorliegen und mit Hilfe des Freeware-Tools xmltv erzeugt wurden.
Das Update lässt sich ganz einfach installieren, indem Sie innerhalb der TV-Software auf “EyeTV”, “Nach Updates suchen” klicken. Das Software-Update installiert sich dann automatisch.
Fernsehen, Chatten, Musik hören und mehr: Mediacentral
Verfasst von Michael Hülskötter unter Apple am 20. Februar 2008
Erst gestern hat Equinux die erweiterte Version seiner Mediacenter-Software Mediacentral vorgestellt, und heute schon habe ich mir das Tool angesehen. Meiner erster Eindruck: Nett. Alle Multimediadaten unter einer Oberfläche, das erinnert doch sehr an eine Mischung aus Front Row und Apple TV, nur ohne Apple TV.
Denn mit Mediacentral greift man auf seine Bilder zu, auf die iTunes-Mediathek und auf seine komplette Filmsammlung. Darüber hinaus kann man Internetradio empfangen, Internet-TV und Fernseh gucken und via Skype telefonieren. Ach ja, die integrierten Spiele sollten auch nicht unerwähnt bleiben, da mich die sehr dünne Auswahl an meine ersten Gehversuche mit dem Computer erinnern. Seinerzeit haben wir bei DEC auf einer VAX Snake gespielt, das dank Equinux auf den Mac zurückkehrt.
Was ganz ordentlich gelöst ist sind die vielen Internet-TV-Stationen, die man in Mediacentral findet, wenngleich nicht alle funktionieren. So wie mein Lieblingscast „Ehrensenf“ mit der großartigen Katrin Bauerfeind. Aber auch die Mediathek des ZDF will noch nicht wirklich. Liegt aber vielleicht auch an den Anbietern.
Fazit: Mit Mediacentral bekommt man ein bisschen mehr als Front Row und ein bisschen weniger als Apple TV. Und das alles für 30 Euro. Übrigens: Auf der Equinux-Webseite können Sie Mediacentral downloaden und die Software für jeweils fünf Minuten testen, bevor sie automatisch beendet wird.
Die Maclive Expo ist tot, lang lebe der Mac!
Verfasst von Michael Hülskötter unter Apple, Events am 18. Februar 2008
Bei MaJo habe ich es gerade entdeckt: Kollege Hinnenberg hat sein Mandat als Projektleiter der Maclive Expo zurückgegeben, und das wohl aus gutem Grund. Denn eine Diskussion war und ist mit dem Veranstalter Expomedia Events aus Hamburg offensichtlich nicht möglich, die er aber gerne mit allen Beteiligten geführt hätte – und wenn es nur darum gegangen wäre, aus den Fehlern der Maclive Expo 2007 im Hinblick auf die Maclive Expo 2008 zu lernen.
Nun, die Zeit des Lernens scheint für die Expomedia Events GmbH schon wieder vorbei, ehe sie überhaupt angefangen hat. Denn relativ unverblümt spricht Ralf Hinnenberg in seiner E-Mail auch vom Ende der einzigen Mac-Messe in Deutschland, die es in der zuletzt abgehaltenen Form wohl nicht mehr geben wird. Nun kann man trefflich darüber spekulieren, wie es zu dem schnellen Exotus gekommen sein könnte.
Die Absenz von Apple und T-Mobile? Mag sein. Die Organisation der Veranstaltung? Wäre ein Apspekt. Fehlender Besucherzuspruch? Auch nicht ganz abwegig. Woran die Expomedia auch immer gescheitert sein mag, am Konzept „Apple & Mac“ kann es derzeit nicht liegen. Trotz des Fernbleibens des Apfel-Lieferanten aus Cupertino.
Denn die Apple Expo 2007 in Paris und die Macworld Expo 2008 in San Francisco haben es vorgemacht: Der Mac-Markt boomt (sic!) und die Leute sind geradezu verückt nach Informationen rund um die Macintosh-Welt. Und das betrifft nicht nur das Macbook Air und das iPhone, sondern auch ein bis dato völlig unbekanntes Terrain kommt Stück für Stück hinzu. Die Rede ist von B2B-Anwendungen wie Topix, Merlin und Konsorten, die den Mac zu einer ernsthaften Veranstaltung machen und den PC-Markt selbst in diesem Bereich sukzessive bedrohen.
Das sieht Kollege Hinnenberg offensichtlich ganz ähnlich, denn er plant laut eigener Aussage „Veranstaltungen im Mac-Markt“. Da kann man nur gespannt sein, was sich dahinter verbirgt. Sämtliche Mac-Fans und alle, die es noch werden (wollen), hätten solch eine Veranstaltung auf jeden Fall verdient. Die Maclive Expo ist tot, lang lebe der Mac!
Apple Aperture 2 erblickt das Licht der Welt
Verfasst von Michael Hülskötter unter Apple am 12. Februar 2008
Sodala, der Apple Store US ist wieder da und präsentiert eine neue kleine Grafik mit dem Titel “Introducing Aperture 2″. Es ist also die Bildbearbeitungs-Software für RAW-Daten geworden. Nicht wirklich spannend, außer für Fotografen wie den Kollegen Littges, der Aperture schon lange einsetzt. Zu den Highlights von Aperture zählen unter anderem:
- eine völlig neue Bedieneroberfläche, die laut Apple erheblich verbessert wurde
- das Umschalten zwischen den einzelnen Aperture-Bereichen wurde vereinfacht
- schnelles Überfliegen sämtlicher Bilder eines Projektes mit der Maus (wie dies bereits in iPhoto realisiert ist)
- Beschriften von Fotos schon während des Imports
- bekannte Funktionen von Leopard wie Quick Preview beschleunigt die Vorschau großer RAW-Sammlungen
- selbst großen Datenmengen lassen sich schneller verwalten als vorher
- das Bildbearbeitungstool wurde ebenfalls massiv überarbeitet. Damit lassen sich Bilder noch exakter retuschieren und verbessern als mit der Vorgängerversion von Aperture.
Aperture 2 ist ab sofort erhältlich und kostet 199 Euro. Für das Upgrade von Aperture 1.5 auf 2.0 werden 99 Euro fällig.
Macbook mit der richtigen Ausstattung kaufen
Verfasst von Michael Hülskötter unter Apple, Mobile am 7. Februar 2008
Ein Gespräch mit einem Freund brachte mich auf die interessante Frage, warum Apple eigentlich immer noch Combolaufwerke in die Einstiegsmodelle des Macbook und des Mac mini einbaut. Diese Kombination aus CD-Brenner und DVD-Lesegerät entspricht ganz und gar nicht mehr den aktuellen Gepflogenheiten der modernen Rechnerarchitektur: Ein moderner Computer ohne DVD-Laufwerk ist wie ein Sportwagen mit Zweitaktmotor. Ok, das ist vielleicht ein wenig übertrieben, aber nachvollziehbar und sinnvoll ist der Einbau einer solch technisch veralteten Komponente auf keinen Fall.
Daher lautet unser Tipp für den nächsten Macbook- oder Mac-mini-Kauf: Greifen Sie lieber nicht zum günstigsten Modell, denn das ist nur auf den ersten Blick ein Schnäppchen. Beim genaueren Hinsehen bekommen Sie nämlich für etwas weniger Geld viel weniger Technik: Neben dem fehlenden DVD-Brenner mangelt es den Einstiegsmodellen zudem an Speicherkapazität der Festplatte und an Rechenleistung aufgrund eines geringer getakteten Prozessors. Das ergibt in Summe einen Kompromiss, den Sie rein aus Spargründen nicht eingehen sollten.
Kauftipp: Spendieren Sie Ihrem neuen Mac möglichst 2 GByte Arbeitsspeicher, dann haben Sie noch mehr Spaß mit Ihrem Rechner. Falls Sie den Upgrade im Apple-Online-Store vornehemen lassen wollen, könnnen wir nur dringend davon abraten: Der Hersteller verlangt für 1 GB zusätzlichen RAM 50 Euro und mehr Aufpreis! Das ist nicht akzeptabel, daher sollten Sie sich mal bei Cyberport & Konsorten nach günstigem Speicher umsehen. Dort zahlen Sie für dieselbe Komponente 30 Euro und weniger – inklusive Einbau. Man muss sich nicht das Geld mit Gewalt aus der Tasche ziehen lassen…
iPhone jetzt mit 16 GByte und iPod touch mit 32 GByte
Verfasst von Michael Hülskötter unter Apple, Mobile am 5. Februar 2008
Der Apple Store ist wieder geöffnet und offenbart zwei Updates in Sachen Speicherkapazität: sowohl das iPhone als auch der iPod touch nehmen ab sofort die doppelte Speichermenge an Daten auf. Jetzt gibt es also das iPhone mit 16 GByte für 499 Euro, was 100 Euro mehr sind für 8 GByte Flash. Und den iPod touch können Sie ab sofort mit 32 GByte bestellen, und das zu einem Preis von 459 Euro. Jetzt wird aus dem iPod touch allmählich ein relevanter Speicherriegel…
Ach ja: Die deutsche Apple-Kundschaft muss mal wieder noch ein bisschen warten!
Nepper, Schlepper, Bauernfänger – mit Online-Videoclips
Verfasst von Michael Hülskötter unter Apple am 1. Februar 2008
Den jüngeren Lesern unter Ihnen sei vorab gesagt, dass die Überschrift dieses Beitrags als Untertitel der Verbraucherschutzsendung “Vorsicht, Falle!” diente, in der Eduard Zimmermann fast 30 Jahre lang über Betrügereien des Alltags berichtete – und wie man sich davor schützen kann.
Nun, ich heiße weder Eduard noch will ich an dieser Stelle einen Betrugsversuch melden, doch was ich gerade auf versiontracker.com entdeckt habe, ist zumindest einen Hinweis wert. Dort taucht nämlich unter den gestrigen Updates das kostenlose Tool iPlayMusic 2.0.5 für Mac OS X auf. Es handelt sich dabei laut Beschreibung um eine Lernsoftware für Gitarristen, und da ich zu dieser Spezies gehöre, wollte ich mir die Freeware mal ansehen.
Schon der Start des kleinen Programms machte mich stutzig: So erscheint auf dem Starbildschirm ein Notensymbol mit dem Hinweis “Download Store”. Store? Ich will doch nichts kaufen, sondern kostenlos mein Gitarrenspiel verbessern. Ein weiterer Mausklick auf das besagte Notensymbol bestätigte meinen Verdacht: iPlayMusic ist nichts anderes als ein getarnter Onlineshop, der für 99 US-Cent bekanntere (“House of the Rising Sun”) und unbekanntere Gitarrenstücke (“Salty Dog”) per Videoclip näher bringen will.
Zugegeben, einige der angebotenen Videos sind kostenlos, allerdings muss man diese mit 0 Cent ausgewiesenen Clips zunächst in den virtuellen Einkaufswagen legen, um das Video auf den Mac laden zu können. Hierfür ist zu allererst eine Registrierung notwendig. Und genau das ist der Trick: Wenn man erst mal angemeldet ist, nimmt man vielleicht nicht nur die kostenlose Dinge des iPlayMusic Store in Anspruch. So gesehen ist iPlayMusic keine Freeware, sondern lediglich eine Shop- und Wiedergabe-Software für den Download kostenloser und kostenpflichtiger Inhalte. Schöner Versuch…



