Archiv für den Monat: April 2007

Macbook mutiert mit FON-Software zum Wifi-Router

Mit FONspot mutiert Ihr Mac zum Wifi-RouterAllmählich wird’s ein bisschen abgedreht, was sich die Software-Entwickler rund um Hotspot-Guru Martin Varsavsky Neues ausgedacht haben.

Und zwar ein kleines Tool für Macs mit Intel-Prozessor samt OS X 10.4 einerseits und Linux-Rechner anderseits. Das Ganze wird auf einem Rechner installiert, der dann als FONspot fungiert. Hä?!

Die Idee ist mal wieder ziemlich simpel: Man sitzt im Biergarten mit seinem Mac-Rechner, der beispielsweise via UMTS mit dem Internet verbunden ist. Klar. Damit andere auch in den Genuss der weltweiten Blog-Infos kommen, macht man mithilfe der kostenlosen FON-Software aus dem MacBook (Pro) einen Fonero, also einen drahtlosen FON-Hotspot. Ganz einfach, oder?!

Oder man klemmt sein MacBook zuhause an den Ethernet-Port des Routers und stellt dann wiederum mit FON-Macspot einen drahtlosen Zugangspunkt ins Internet zur Verfügung. Der Trick dabei: Aus dem Apple-Laptop wird mithilfe der FON-Software ein richtiger WLAN-Router, auf dem sich angeblich jeder Fonera einloggen kann, der bei FON registriert ist.

Ist nur die Frage, wie sich der MacBook-Wifi-Router in der Praxis verhält, wenn tatsächlich mehrere Leute gleichzeitig ihn als Access Point nutzen. Wir werden dem nachgehen…

Ach ja: Linux-User sollten entweder Ubuntu einsetzen oder zumindest eine Linux-Distribution mit installiertem TUN/TAP-Treiber (tun.o) und Tcl/tk-Runtime. Die FON-Software können Sie übrigens hier downloaden.

Nachtrag: Wir haben gerade mal spaßeshalber die FON-Software installiert. Ja, ok, es handelt sich dabei um ein Beta-Version, aber warum die Bedieneroberfläche nur in Spanisch verfügbar ist? Das macht die Handhabung nicht wirklich einfacher…

Photoshop wird zur Marke

Wie Adobe bereits mit dem Launch der Creative Suite 3 verkündet hat, gibt es Photoshop CS3 künftig in zwei Versionen. Insgesamt kommt man nun auf 7 Produkte, die die Bezeichnung Photoshop tragen, beziehungsweise tragen werden.

Neben den Bildbearbeitungsprogrammen sind dies auch die Raw-Workflow-Software Lightroom sowie ein von Adobe-CEO Bruce Chizen angekündigter Online-Dienst.

Photoshop ist also nicht mehr nur Produktzeichnung, sondern wird immer mehr zur Marke. Es fragt sich, ob Adobe sein Erfolgslabel nicht inflationär einsetzt.

Die Photoshop-Familie im Überblick:

  1. Photoshop CS3 Extended (für Win und MacOS): Über die Basis-Version hinaus gehen spezielle Funktionen zur Bildanalyse, zum 3D-Rendering und zur Videobearbeitung.
  2. Photoshop CS3 Standard (für Win und MacOS): Das klassische Photoshop, in der neuen Version für Intel-Macs und Windows Vista optimiert.
  3. Photoshop Lightroom 1.0 (für Win und MacOS): Raw-Workflow-Software, die viele von Photoshop guten Werkzeugen für Fotografen in einer Oberfläche bündelt.
  4. Photoshop Elements 5 für Windows: Mittelklasse-Bildbearbeitung für rund 100 Euro von Adobe, die mit Ebenentechnik und Raw-Konvertierung manche Profi-Funktionen mitbringt.
  5. Photoshop Elements 4 für MacOS: Sah es vor zwei Jahren so aus, als würde die gar nicht so kleine Bildbearbeitung von Adobe nicht mehr für den Mac weiterentwickelt, ging es dann 2006 doch weiter. Jedoch wird die Software nun getrennt von der Windows-Version entwickelt.
  6. Photoshop Album Starter Edition für Windows: Freeware mit Bildbearbeitungs- und Verwaltungswerkzeugen, die Geschmack auf mehr machen soll
  7. Photoshop online (möglicherweise ab Herbst): Webplattform, auf der grundlegende Bildbearbeitungsfunktionen zur Verfügung gestellt werden sollen. Mögliche Ziele: Marketing-Plattform und Drohgebärde in Richtung Google.

Adobe Photoshop CS3 ab sofort erhältlich

Photoshop CS3 wird ausgeliefert – zunächst jedoch nur in USA. Wann genau die neue Version der Profi-Bildbearbeitung in die deutschen Läden kommt, darauf wollte sich Adobe noch nicht festlegen. Vermutlich dauert dies noch bis Ende Mai oder Anfang Juni.

Bis dahin muss sich der Fotograf noch mit der Betaversion von Photoshop CS3 begnügen – einige der neuen Funktionen hatten wir bereits vorgestellt – siehe dazu die Links unter dieser Meldung. Seitdem hat Adobe jedoch noch mehr über das neue Photoshop verraten.

Zum Beispiel dies: Photoshop gibt es zukünftig in zwei Versionen. Die Basis-Version Photoshop CS3 wird es für 1070 Euro geben, die Photoshop CS3 Extended richtet sich mit zusätzlichen Funktionen an spezielle Berufsgruppen wie Mediziner oder Architekten. Die Extended-Version kommt für rund 1.400 Euro in die Läden.

Nachfolge-Notebook bei Aldi ab dem 2. Mai für 699 Euro

Das Medion-Notebook gibt's ab 2. Mai für 699 Euro zu kaufen (Bild: Aldi)Anfang März konnte man bei Aldi das Medion-Notebook MD 98200 für 799 Euro käuflich erwerben. Ab nächster Woche – genauer gesagt ab dem 2. Mai – steht der Nachfolger bereit: MD 98300 für 100 Euro weniger, also 699 Euro. Die entscheidende Frage: gibt’s für weniger Geld auch weniger Leistung?

Der Hauptunterschiede zwischen beiden Modellen ist der verbaute Prozessor: Kümmert sich im MD98200 ein Intel-Prozessor der Marke Pentium Dual Core T2060 mit 1,6 GHz um die Berechnungen, so kommt im MD 98300 ein AMD-Prozessor Turion X2 mit Dualcore und ebenfalls 1,6 GHz zum Einsatz. Beide CPUs rechnen mit zwei Prozessorkernen und sind in etwa gleich schnell. Fazit: keine Verbesserung.

Die verbaute Grafikeinheit nennt sich Geforce Go 6150, die Teil des eingebauten Chipsatzes Nforce Go 430 MCP, der speziell für die Turion-Prozessor konzipiert ist. Die Geforce Go 6150 ist ein wenig schneller als die integrierte Intel-Grafik im Vorgänger-Notebook MD 98200, wie dies Tests belegen. Zum Zocken 3D-intensiver Spiele ist die 3D-Leistung allerdings nur mäßig geeignet. Fazit: kaum schneller.

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Coda für Web-Entwickler ist da

Soeben hat Panic-Software das neue Web-Entwickler-Tool Coda veröffentlicht. Panic-Software ist vor allem durch das FTP-Programm Transmit und das Icon-Theme-Programm Candy-Bar allen Mac-Usern ein Begriff.

Coda vereinigt diverse, für Web-Entwickler wichtige Funktionen für die Erstellung, Verwaltung und das Aktualisieren von Web-Seiten. Es ist allerdings kein WYSIWYG-Editor. Vielmehr richtet sich das Programm an Entwickler, die ihre Seiten von Hand kodieren. Es vereint die Verwaltung von Sites, einen Editor, FTP-Programm, CSS-Editor, Terminal-Programm und Nachschlagewerk.

Coda Editor

Ich habe das Programm schon kurz ausprobieren können und bin recht angetan davon. Vor allem, weil man endlich alle wichtigen Tools unter einem Dach hat. Schluss mit zig geöffneten Fenstern und Programmen. Statt dessen ist alles Notwendige in einem einzigen Programmfenster in verschiedene Tabs unterteilt.

Die Siteverwaltung ist klasse und elegant gelöst. Jede Site bekommt ein eigenes Icon, welches sogar auf dem originalen Site-Design basiert. Für das Hochladen der Daten gibt es eine FTP-Funktion, die allerdings bei weitem nicht an die Funktionsvielfalt des FTP-Spezialisten Transmit vom gleichen Hersteller heranreicht. Für das Hochladen und Aktualisieren genügt es aber allemal.

Der Editor bietet alles, was sich der Hand-Kodierer wünscht und ist durchaus mit beispielsweise dem Text-Wrangler vergleichbar. Syntax-Unterstützung gibt es für alle wesentlichen Programmier- und Scriptsprachen, also Java, Javascript, PHP-HTML, Ruby, Perl, Python sowie für HTML, CSS, SQL und XML. Schade nur, dass man die Zeilennummerierung umständlich über die Einstellungen aktivieren bzw. deaktivieren muss.

Licht und Schatten gibt es bei der Preview-Funktion. Das größte Problem eines Web-Entwicklers ist schließlich das Testen einer Site mit diversen Rendering-Engines. Dass auf dem Mac lediglich Safari, Firefox und Opera zur Verfügung stehen ist klar. Für das Testen mit dem Internet-Explorer muss weiterhin ein PC oder Windows mit Bootcamp bzw. Parallels bemüht werden. Leider unterstützt Coda lediglich das Apple Web-Toolkit, also die Safari-Engine. Ein Prinzip-bedingter Nachteil für Coda.

Auf der anderen Seite gibt es zwei schöne Funktionen im Preview: Einen toll gemachten DOM-Inspector und eine Javascript-Console für das Debugging von Javascript. Für das schnelle Überprüfen eines Web-Seite ist die Preview optimal. Für den ausführlichen Test müssen dann aber doch Firefox und Internet-Explorer bemüht werden.

Der CSS-Editor bietet auf den ersten Blick keine herausragenden Features, macht aber seine Sache gut. Zwei verschiedene Modi helfen bei der Gestaltung und Bearbeitung des CSS. Zum einen gibt es den Visual-Mode, bei dem man den Style per Maus zusammenklicken kann. In einem weiteren Modus erhält man eine hierarchische Auflistung in der man die Details von Hand bearbeiten kann.

Mit dem Terminal kann man entweder lokal arbeiten oder sich per SSH auf einem entfernten Server einloggen und dort direkt auf der Shell arbeiten. Verglichen mit dem Apple-Terminal bietet er vor allem die Möglichkeit mehrere Shells in Tabs unterbringen zu können oder in einem waagrecht geteilten Fenster anzuordnen. Diese Waagrecht-Teilung funktioniert übrigens in allen Coda-Programmteilen. So hat man bei Bedarf alle Aspekte im Blick.
Bleibt als letztes Feature das Nachschlagewerk. Im Programm integriert sind vier komplette Nachschlagewerke in englischer Sprache zu HTML, CSS, Javascript und PHP. Ausreichend als Referenz, mehr aber auch nicht.

Fazit: Coda ist klasse. Besonders die gut durchdachte und mit allem zeitgemäßen Mac-Schnick-Schnack ausgestattete Benutzeroberfläche hat es mir angetan. Wie gut Coda im Detail ist, werden die nächsten Tage zeigen, wenn ich damit richtig gearbeitet habe. Die Tatsache, dass man hier alle Tools in einem einzigen Programmfenster untergebracht hat, ist eine echte Erleichterung. Der Preis geht mit 79 US-Dollar in Ordnung, wenn es sich auch nicht wirklich um ein Schnäppchen handelt.

Fritz!Box-Status stets im Blick mit Push-Mail

Mit der Fritz!Box (Fon) WLAN kann man viel mehr als nur surfen (Bild: AVM)Dass die Fritz!Box (Fon) WLAN mehr als ein ordinärer WLAN-Router ist, sollte sich mittlerweile rumgesprochen haben. Was aber schon ein wenig überrascht sind ihre verwalterischen Talente.

Hierzu gehört beispielsweise eine Funktion, die AVM „Push Service“ nennt. Damit können Sie sich ganz bequem und ganz automatisch den Zustand Ihrer Fritz!Box zuschicken lassen – und zwar per E-Mail. Die Frequenz bestimmen Sie – den Inhalt der Mail allerdings nur bedingt.

Und so funktioniert’s:

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Betrifft: Kompatibilität von 11n- und 11g-Komponenten

11n und 11g mögen sich nicht zu 100% – auch wegen VistaGestern hab ich noch über die Kompatibilität von 802.11n- und 11g-Komponenten nachgedacht. Und seit heute hab ich die Gewissheit: Da muss wohl der ein oder andere Hersteller oder Microsoft oder alle gemeinsam nachbessern.

Wovon ich spreche? Nun, meine ersten 11n-/11g-Schwierigkeiten ergaben sich aus der Kombination 11g-Router und 11n-Adapter. Allerdings war mir nicht klar, dass es nicht nur an dieser Verbindung, sondern auch an der Plattform liegen könnte, auf der ich gerade meine Tests durchführe. Denn soviel steht jetzt fest: Mit Windows Vista hat das Ganze auch zu tun.

Denn bei meiner heutigen Fortsetzung des 11n-Tests habe ich den USB-11n-Adapter von D-Link an meinem Tablet PC angeschlossen. Auf dem Teil läuft Windows XP. Und siehe da: Kein Problem, mich mit dem tragbaren Rechner inklusive 11n-Adapter am 11g-basierten WLAN-Router einzuwählen.

Daher lautet die Erkenntnis des Tages: Es liegt nicht immer nur an der Hardware, wenn’s mal nicht so läuft. Und das trotz Vista-Logo auf dem Router-Karton…